Montag, 5. Dezember 2016

CD-Review: Wolves Carry My Name "Black Earth Tongue"

Der beste Weg großartige neue Bands zu entdecken ist immer noch das Vorprogramm von Bands mitzunehmen , die man ohnehin schon mag (selbst nach 100 Enttäuschungen freut man sich über ein Juwel). Eine Kapelle welche ich auf diese Art und Weise entdeckt habe ist die Slugde-Truppe WOLVES CARRY MY NAME aus Siegen, diese konnte beziehungsweise durfte ich Anfang November als Vorband der JAPANISCHEN KAMPFHÖRSPIELEN sehen, eins der musikalisch besseren Konzerte, das ich in der letzten Zeit besucht habe, alle Opener (WOLVES CARRY MY NAME, WORLD DOWNFALL und OPTIMIST) waren sehr unterschiedlich und klasse. Passend dazu gibt es hier meinen Senf zu ihrer aktuellen EP "Black Earth Tongue".
WOLVES CARRY MY NAME spielt einen etwas modern angehauchten Sludge,
lassen aber immer noch die dreckigen Wurzeln des Genres durchscheinen. Dies räumte bei mir die anfängliche Skepsis aus dem Weg, dass der Klang der Band und die Platte zu modern und damit zu sauber sein könnte, jedoch schmiegt sich die Produktion angenehm an - sowohl an die dreckigen langsamen Riffs als auch an die melodischen Passagen. Die Songs lassen viel Raum für jammige Abschnitte, welche den Songs den nötigen Stoner-Vibe verleihen, verlieren sich dabei jedoch nie im Jam und nehmen immer an der richtigen Stelle wieder Fahrt auf (siehe das Intro von 'Wormwoods'). Auch in den Riffs findet die Band die perfekte Waage zwischen Altem und Neuem: mal klingt es etwas postig beinahe wie bei ISIS und manchmal peitschen EYEHATEGOD-verdächtige Blues-Gitarren durch die Boxen.
Kurzum, es bleibt nicht viel zu sagen außer: Alle die mit Stoner und Sludge etwas anfangen können, sollten bei dieser Scheibe zugreifen.

"Black Earth Tongue" gibt es seit dem 14. Oktober direkt bei WOLVES CARRY MY NAME.

9 von 10 Punkten

[Moritz]

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