Donnerstag, 2. Juli 2015

Reingehört: Deathtopia "Caesarean Section"


"Caesarean Section" von DEATHTOPIA ist die vielleicht merkwürdigste Platte, die ich jemals besprechen musste. Nicht weil die Musik so furchtbar abgehoben, vertrackt oder was auch immer wäre, auch nicht weil die Platte außergewöhnlich gut oder außergewöhnlich schlecht ist. Nein, ich werde aus dieser Platte absolut nicht schlau.

Beim ersten Hören fragte ich mich, was das für ein absoluter Vollkack sei, während ich beim zweiten Durchgang dann hellauf begeistert war. Sehr gespannt wie mir dann der dritte Durchgang gefällt war ich dann irgendwie nur gelangweilt. Ich kann es mir selbst absolut nicht erklären, aber selbst jetzt nach zweistelliger Anzahl von Durchläufen kann ich absolut nicht sagen ob ich die Platte mag, kacke finde oder völlig belanglos.

Aber nun nochmal kurz zur Musik selbst. DEATHTOPIA machen eine Mischung aus Death-Metal, Grindcore mit paar Elementen aus Slam und Gore-Spielarten der extremen Musik. Der Gesang gestaltet sich dabei sehr variabel, von enorm tiefem unverständlichem Gurgeln zu aggressiverem Krächzen ist vieles dabei, manche Passagen sind dabei extrem
gelungen, manche eher so meh. Instrumental ist das auch ziemlich abgefahren, so folgt beispielsweise auf eine völlig geile Gitarrenabfahrt in 'Back To The Torture' direkt im Anschluss total belangloses Geschrubbe, das nun wirklich keinen mehr vom Hocker reißt. Das langsamere 'Dead Smoke' ist dann wieder ziemlich gelungen, vor allem im Albumkontext ein schöner Kontrapunkt. Es gibt keinen Song der wirklich heraussticht und auch keinen der total für die Tonne ist, aber auch nicht richtig viel was wirklich hängenbleibt.

Ich kann zu dieser Platte einfach keine Empfehlung aussprechen. Ich kann nicht sagen kauft Sie, ich kann euch aber auch nicht davon abraten. Hört euch den Krempel an und entscheidet selbst.
Seit 31.01.2015 gibt es den Dreher bei Splatter Zombie Records in einer Auflage von 1.000 Stück.

[Nezyrael]

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