Dienstag, 19. Mai 2015

CD-Review: Discreation "Procreation Of The Wretched"


Wenn ihr nicht gerade absolute Newbies seid, was Totgehört betrifft, dann wisst ihr, was euch bei DISCREATION erwartet. Seid einigen Jahren beschäftigt uns diese großartige Band aus Hanau bereits und mit dem neuen Opus "Procreation Of The Wretched" erscheint jetzt endlich das ersehnte vierte Album, für das mit dem Qualitätslabel FDA Rekotz der perfekte Kooperationspartner gewonnen werden konnte.

Der neue Longplayer unterscheidet sich erneut deutlich von seinen Vorgängern
und macht bereits mit den ersten Titeln klar, das der Härtegrad weiter hoch geschraubt wurde. Stumpfer sind die Herren aus Main-Kinzig deswegen aber nicht geworden. Das Riffing ist ausgefeilt wie immer und das Song-Writing angenehm abwechslungsreich. So ist zum Beispiel 'Megacorpse' eine sehr schwere Abrissbirne geworden, die mit ihrer Heaviness nicht hinter dem Berg hält. Der Titeltrack wiederum überzeugt mit einer lockeren Rhythmusarbeit, die direkt in den Nacken geht. Die enthaltene Black-Metal-Note in diesem Song trägt ihrerseits dazu bei, dass man hier unweigerlich aufhorchen muss. Besonders erwähnenswert ist auch, wie schwere, stampfende Passagen mit lockeren und treibenden Farcetten geschickt aufgelöst werden. Und genau diese Details sind es, die DISCREATION von mittelmäßigen und generischen Truppen abheben. So kann es bei 'Cosmic Shores' auch problemlos mal atmosphärisch-erhaben bis sphärisch werden, was passgenau das Motiv des Titels ergänzt. 'Corporate Hatred' im direkten Anschluss ist ein eher schwarz-metallischer Titel, der vor allem durch sein CELTIC-FROST-artiges Intro heraussticht.


Insgesamt ist "Procreation Of The Wretched" einer der besten Longplayer von DISCREATION. Ob es der beste Dreher der Hessen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Immerhin klingt eigentlich jedes Album der Band anders und setzt andere Akzente, wer allerdings heftig mahlende Tracks und scheuklappenfreien Death Metal mag, wird diese Scheibe auf jeden Fall lieben. Denn trotz aller neuen Entwicklungen, bleibt der eigenständige Stil der Herren aus Rhein Main klar erkennbar und das ist auch gut so, denn er gehört gerade wegen seiner Unangepasstheit zum Besten was die Szene zu bieten hat. Wer hier nicht zugreift, verpasst eines der Highlights des Frühsommers. 
Ab dem 22.5.2015 kann man via FDA Rekotz dieses Prachtstück abgreifen. 

9 von 10 Punkten

[Adrian]

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