Dienstag, 21. April 2015

Revisited-Review: Acherontas "Vamachara"


Passend zum Kings Of Black Metal präsentiert euch auch heute unserer heutiges Revisited- Review eine Band, die am Samstag in Alsfeld auf der Bühne stehen wird. Diesmal gehen wir knapp vier Jahre zurück zum Release der Platte "Vamachara" von ACHERONTAS (genau genommen dreieinhalb Jahre, denn Agonia Records hat diese Scheibe erst im Oktober 2011 in die Regale gewuchtet, aber wir wollen mal nicht so sein) und schauen uns den dritten Studio-Output der Hellenen genauer an, den damals Kollege VVolk kompetent unter die Lupe genommen hat.  

Eines vorneweg: "Tat Tvam Asi (Universal Omniscience)" (von 2007), der erste Streich der Griechen, war eindeutig anders als die neue Scheibe. Ein düsteres Intro halb Geflüster halb schwarzes Gebet, gefolgt von drohenden Trompeten -
Der Sturm beginnt mit 'Blood Current Illumination': schnelles Drumming begleitet von kalten Gitarren, später melodisch mit dem gewohnt bösen Gekreische. Während sich die Gitarren immer mehr vermischen wechselt das Kreischen in dunkel, dumpfes Grölen über. Es folgt etwas zum Augenschließen: 'Abraxas'! Untermalt mit einem feinen Chor startet dieses starke Stück und öffnet dem Hörer schnell die Augen. Pennen ist hier nicht! Die Klangkulisse lässt es weiterhin krachen und wird nur gelegentlich für einen Übergang von simplen Melodien unterbrochen. Zum Titelsong will ich gar nicht viel schreiben, er ist einfach nur mächtig und dazu versehen mit üblem, verzweifeltem Gekeuche und einem harmonischen Solo! Es wird orientalischer mit typisch morgenländischen Instrumenten. Solche Intermezzos kennt man ja bereits von anderen Musikern aus diesem Teil der Welt. Bevor ich wieder jeden Akkord zu beschreiben versuche, fasse ich den Rest mit 'apokalyptisch' zusammen, damit der Neugierige auch noch was zum Erforschen hat.


Der geneigte WATAIN-Hörer, der die Schnauze voll hat von eben dieser Band, der sollte sich ARCHERONTAS wirklich mal zu Gemüte führen. Es mag einem vieles bekannt vorkommen, aber sicherlich ohne den "Och, schon wieder dasselbe"-Effekt. 
Die Abwechslung geht zwar mit der Zeit etwas verloren, dafür verliert sich das Album aber auch nicht in ewig langen Ambient-Arien wie " Tat Tvam Asi (Universal Omniscience)", sondern zieht kräftig, heftig durch.
Ich bringe den Göttern jetzt noch ein Rauchopfer und lass den Abend mit einer Ladung feurigem Geriffe ausklingen. 

8,5 von 10 Punkten

[VVolk]

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