Montag, 23. März 2015

CD-Review: Postmortem "The Bowls Of Wrath"

Auf POSTMORTEM ist Verlass. Seit 2008 bringt man im Zwei-Jahres-Rhythmus regelmäßig neue Alben auf den Markt und bleibt sich dabei selbst treu. So gibt es auch auf dem  neuen Output "The Bowls Of Wrath" thrashigen Death Metal mit leichten Hardcore-Anleihen, der dank modernem, aber nicht überproduzierten, Sound druckvoll und klar aus den Boxen bollert.

Dabei lassen sich die Songs der Herren grob in zwei Kategorien einordnen: Einmal die groovigeren Nummern wie 'Until The Screamings Died' oder

Uptempo-Nummern wie 'Among The Dead'. Die Songs sind dabei im Großen und Ganzen auf sehr ordentlichem Niveau, Highlights sind neben den zwei bereits genannten Songs 'Doomsday Killer' und 'Oops...I Killed Again', das trotz seinem ziemlich unlustigen Titel recht beeindruckend daher groovt. Der größte Schwachpunkt des Albums ist dabei leider der Titeltrack,  der mit seinem weiblichen Gesang zwar für etwas mehr Abwechslung sorgt, das aber leider auf völlig missratene Art und Weise versucht, da der Gesang weder in den Song noch in das Album wirklich reinpasst. Schade eigentlich, zeigt der Song sonst doch richtig gute Ansätze. Ebenfalls überdenken könnte man vielleicht seine Art Refrains zu schreiben, immer nur den Songtitel zu wiederholen ist auf Dauer doch etwas eintönig wenn man nicht gerade IRON MAIDEN heißt. Sonst liefern POSTMORTEM hier aber ein durchaus kurzweiliges Death/Thrash-Feuerwerk, der Gesang ist eine gelungene Mischung aus Growling und aggressivem Geshoute, und die Songs sind kompakt und auf den Punkt.




Alles in Allem haben POSTMORTEM mit "The Bowls Of Wrath" ein Album abgeliefert, das die Fans der Band in jedem Fall mehr als zufrieden stellen sollte. Wer sonst noch auf schnellen, groovigen Death/Thrash steht, der relativ kompromisslos aus den Boxen ballert und dabei größtenteils auf Abwechslung und Experimente verzichtet, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Wer bei 43 Minuten Spielzeit allerdings mehr als im Wesentlichen zwei verschiedene Songs hören will, der sollte vielleicht lieber vorher mal genauer reinlauschen.
Seit 21.11.2014 kann man diesen Nackenbrecher bei War Anthem Records abgreifen.

6,5 von  10 Punkten

[Nezyrael]

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