Sonntag, 5. Oktober 2014

CD-Review: Khold "Til Endes"


KHOLD sind zurück! Die Helden des 'Groove-laden Black Metal' schenken der Welt mit "Til Endes" einen neuen Hassbatzen, der es in sich hat. Starke Melodien und walzender Beat bestimmen das Bild der insgesamt acht Songs, die alle in Norwegisch gehalten sind. Sogar das SEPULTURA-Cover 'Troops Of Doom' wurde übersetzt und heißt hier 'Dommes Arme'.
Der Sound der Produktion ist sehr ausgewogen und erinnert an deutsche
Kollegen wie DARK FORTRESS oder SECRETS OF THE MOON, allerdings ist die TNBM-Note allgegenwärtig und lässt das Album trotz des modernen Klangs sehr authentisch wirken. Nichtsdestotrotz ist hier auch Platz für rockige Titel wie 'Skogens Oye', die wiederum an die treibenden Songs der 2000er Alben von SATYRICON erinnern. Mir persönlich gefällt diese Ausrichtung am besten und steht den Norwegern perfekt zu Gesicht. Dennoch machen auch die übrigen Lieder mit ihrem mahlenden Groove eine Menge Spaß und bilden eine perfekte Ergänzung zu den rockigen bis thrashigen Konzepten. Das angesprochene SEPULTURA-Cover passt deswegen auch perfekt ins Bild und ergänzt die herrlichen Eigenkompositionen besonders gut.
Zu meckern hat man auf dieser LP eigentlich nicht wirklich etwas. Denn sobald ein Titel eine kleine Länge aufweist, ist er auch bereits wieder zu Ende und schon sorgt der nächste Track für Abwechslung.


Alles in allem ist 'Til Endes' ein tolles Schwarzmetall-Album geworden, das keine Wünsche offen lässt. Es rangiert zwischen kaltem Black Metal und unbeschwerten rockigen Riffs, was eine herrlich interessante Melange ergibt. KHOLD beweist auch mit dem sechsten Longplayer, das die norwegische Szene immer noch eine Menge zu sagen hat und für Qualitätsarbeit steht.
Seit dem 3. Oktober ist dieses Machwerk bei Peaceville Records erhältlich und sollte von jedem wahren Black Metaller zumindest einmal angetestet werden. Es lohnt sich definitiv!

9 von 10 Punkten

[Adrian]

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