Montag, 15. Juli 2013

CD-Review: Wound "Inhale The Void"

Na endlich, es kam mir vor wie eine gefühlte Ewigkeit, aber endlich ist das Debütalbum der Wiesbadener Deather WOUND auf dem Weg in die Regale!
Nachdem ihre erste Demo letztes Jahr eingeschlagen ist wie eine Bombe, bekommen wir nun endlich crustigen Death Metal in Reinkultur über die volle Spielzeit! Die Erwartungen an die Platte sind sehr hoch und die Qualität der Demo war auch so außergewöhnlich, dass "Inhale The Void" dem eigentlich kaum standhalten kann. Aber weitgefehlt!
Bereits die Anfangsstücke 'Codex Arcanum' und 'Echoes' machen genau da weiter wo "Confess To Filth" aufgehört hat. Brachial, punkig und abwechslungsreich präsentiert sich der Auftakt dieser Scheibe und feuern kraftvoll aus allen Rohren.
Danach kommen gleich drei Neuaufnahmen von Demo-Stücken, die man schon kennt, wenn man die Demo gehört hat. Bei diesen Re-recordings wurde nicht allzu viel geändert, lediglich ein paar Effekte im Gesang wurden überarbeitet. Allerdings war die Produktion der Songs bereits bei der ersten Veröffentlichung perfekt gewesen und bedurfte im Grunde keiner Überarbeitung. So ist diese Passage eher für unbedarfte Ohren interessant (die dafür ihr blaues Wunder erleben werden).

Ganz neuen Stoff bietet erst wieder 'Corroded From Within', das eine krachende Groove-Granate ist, die dem rockigen Todes-Sound der Kapelle mehr als gerecht wird. Hier steckt eine Menge ENTOMBED drin und das steht der Truppe durchaus gut zu Gesicht.
Danach wieder vertraute Klänge. Auch die Überarbeitung von 'Among You' besticht vor allem durch einen etwas anderen Gesang. Die Screams sind länger, dreckiger und klingen insgesamt fieser.
Von den letzten Live-Auftritten kennt der eine oder andere vielleicht auch schon 'The Price Of Tyranny', das sich mit stampfenden und drückenden Beats in der Hirnrinde einbrennt.
Das Debüt der Jungs vom Rhein bietet abseits der bekannten Demo-Songs, die hier zumindest neu eingespielt wurden, leider nur vier neue Death-Metal-Tracks (Intro und Outro fallen da natürlich raus). Nichtsdestotrotz ist "Inhale The Void" ein sehr starkes Album und gerade Hörer, die bisher noch nicht viel Kontakt mit den Landshauptstädtlern gehabt hatten, werden von dem variablen Sound positiv überrascht werden. Außerdem hat man mit dem Titeltrack beziehungsweise dem Ausklang ein besonders schönes Akustik-Stück abgeliefert, das mit fast drei Minuten Spielzeit eigentlich als vollwertiger Track angesehen werden kann. Gerade bei diesem letzten (untypischen) Stück zeigen die Hessen, dass sie über ein besonderes Talent verfügen intensive Songs zu schreiben. "Inhale The Void" ist definitiv sein Geld Wert und sollte WOUND in der oberen Liga der deutschen Todesblei-Bands etablieren!

Das Album "Inhale The Void" erscheint am 26.07.2013 über FDA Rekotz. Die Vinyl Version wird später bei Weed Hunter Records erscheinen.

8,5 von 10 Punkten

[Adrian]

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