Donnerstag, 16. Mai 2013

CD-Review: Wall Of The Eyeless "Wimfolsfestta"


Dass Bands Death und Doom Metal verbinden ist man ja schon lange gewohnt, aber dass sie auch noch Prog mit hineinmischen kommt wohl eher selten vor. WALL OF THE EYELESS (oder kurz WOTE) gehen auf ihrer neuen EP "Wimfolsfestta" soweit und wissen auch auf anderen Gebieten zu überraschen.

Denn die Schweden konnten Markus "Devo" Andersson, den Basser aus dem
Hause MARDUK (!), als Produzenten gewinnen, was auf den ersten Blick so gar nicht passen will, macht dann umso mehr Sinn, umso länger man den Silberling hört. WOTE profitieren unheimlich von den Extreme-Metal-Erfahrungen Devos, was schon im ersten Song 'Flicker' durch  tiefe Growls, rasante Blasts und sägende Gitarren deutlich wird. Daneben gibt es wie selbstverständlich auch technische Raffinessen aus der Prog-Schule, doomige Passagen und klare stimmige Vocals.
Es ist schwer zu beschreiben wie die Skandinavier klingen, aber am ehsten kann man sie als Fusion aus DREAM THEATER, (älteren) OPETH, KATATONIA und teilweise sogar NACHTMYSTIUM ansehen, 
Das Spektrum der Soundelemente in den einzelnen Liedern ist gewaltig und reicht von zerbrechlichen, minimalistischen Klängen bis zu schnellen aggressiven Attacken, die sich vor allem im Rauswerfer 'Piercing Mist' zum Beispiel mehrmals abwechseln.
Da ist 'Revulsion Fever' noch der straighteste (Prog-)Rocker, der es zumindest drei Minuten schafft in einem Fahrwasser zu bleiben bevor man vorübergehend zu einem rauen Black-Death-Sound wechselt. Das ist hier aber gar nicht negativ zu verstehen. Denn WOTE sind vor allem eins: abwechslungsreich! Man kann beim ersten Durchlauf nicht erahnen, was in der nächsten Passage auf einen wartet und gerade deswegen ist diese Platte so spannend.
So etwas wie "Wimfolsfestta" hört man nicht alle Tage in der Metal-Szene und auch wenn ich schon jetzt weiß, dass ich wieder mit meiner Meinung allein dastehen werde, zeigen meine Daumen bei dieser Band beide nach oben. WALL OF THE EYELESS verdienen eure Aufmerksamkeit und da ihre Songs kostenlos bei YouTube zu hören sind, gibt es keinen Grund nicht mal ein Ohr zu riskieren. Also, worauf wartet ihr?

8,5 von 10 Punkten

[Adrian]

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