Samstag, 13. April 2013

CD-Review: Endlos



Manchmal passt ein Name perfekt! ENDLOS beschreibt tatsächlich die Musik der Niedersachsen J. und C. Der schleppende, monotone Beat gepaart mit mächtigen Riff-Monolithen wirkt auf der EP "Oktober" geradezu unendlich.
Auf Repeat gestellt hat man wirklich das Gefühl, dass die Songs einfach grenzenlos lang sind und weder Anfang noch Ende haben. Leicht post-rockig bis doomig fließt die schwarze Lava aus den Lautsprechern und erzeugt mühelos eine schwere und dichte Atmosphäre, die von den Schreien der Mitglidern gekrönt werden.
Bereits seit letzten Oktober war dieses Machwerk theoretisch als Eigenproduktion zu haben, aber praktisch unerreichbar, denn die CD-R-Version war laut metal-archives auf eine Kopie beschränkt und Kassetten soll es auch nur zehn gegeben haben. Glücklicherweise hat sich aber Tridroid Records dazu entschlossen 100 weitere Kopien auf den Markt zu werfen, damit die beiden Stücke der Demo (die einfach "I" und "II" betitelt sind) auch anderen Hörern zur Verfügung stehen. 
Beide Songs sind in etwa gleich lang (um die sechseinhalb Minuten) und sind auch ähnlich aufgebaut, wobei "I" etwas mehr Funeral-Doom-Einschlag hat und "II" sich eher dem Post-Black-Metal annährt. Insgesamt passen bei Titel trotzdem gut zusammen und ergeben ein stimmiges Gesamtbild, weswegen man diese EP auch trotz einer Spielzeit von knackig-kurzen 13 Minuten dennoch weiterempfehlen kann. Denn einerseits ist die Lust es häufiger zu hören sehr hoch und zum anderen sind die inbrünstigen Screams und das adäquate Gitarrenspiel wirklich sehr ansprechend. Auch wenn das Rad hier nicht neu erfunden wird und man die Songideen auch schon bei andere Bands gehört hat, ist das ganze in jedem Fall ein Reinhören wert. Kurzum, ein solides und kraftvolles Stück Ambient-Schwarzmetall.

[Adrian]

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